Tief unten im Tal zeigt sich vom breiten Weinbergweg der kleine Winzerort Engehöll
Vom Panoramablick Gailsnack führt ein links abzweigender schmaler Pfad talwärts durch Eichenniedergehölz, der erneut links schwenkend in einen geteerten Waldweg einmündet. In halber Hanglage geht es anfangs durch Wald und wenig später auf einem naturbelassenen alten Wingertsweg durch aufgegebene und inzwischen stark verwilderte Weinbergslagen. Die Route führt an einem aufgelassenen Steinbruch vorbei, in dem die Millionen Jahre alten aufgefalteten Schieferschichten gut zu sehen sind. Weiterhin ostwärts wandernd läuft die Schwede-Bure-Tour jetzt durch bewirtschaftete Weingärten. In der Weinlage Goldemund verlässt die Traumschleife den breiten Weg und steigt auf die Weinbergsmauer hinauf. Ein kurzes Stück wandern wir unmittelbar am Rand der Weinberge entlang. Anhand von kleinen Infotafeln erfährt man einiges über den Weinanbau in der Region. Als die Route wieder auf den breiten Weg hinab fällt, ist tief unten im Tal der kleine Winzerort Engehöll mit seinem neubarocken Kirchlein zur „Schmerzhaften Muttergottes“ zu sehen.
Vom Aussichtspunkt Landsknecht-Blick zeigen sich die Schönburg und Oberwesel, die Stadt der Türme
Mit dem leicht ansteigenden asphaltierten Wingertsweg passieren die Wanderer kurz darauf einen Unterstand, den Winzer vor Jahrzehnten in die Weinbergsmauer hineinbauen ließen. Zum Hardtberg aufgestiegen vollzieht die Schwede-Bure-Tour einen weiten Linksbogen. Die Beschilderung verlässt den asphaltierten Weg und steigt in mehreren Windungen mit einem kleinen Felsensteig zum Landsknecht-Blick hinauf. Von diesem herausragenden Felsenhorst hoch über dem Rheintal zeigen sich flussaufwärts auf dem gegenüber liegenden Rheinfelsen die mittelalterlichen Gemäuer der Schönburg. Eingangs des 12. Jahrhunderts wurde die Höhenburg erbaut und erstmals 1149 urkundlich erwähnt. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg des Jahres 1689 zerstörten die Franzosen die stattliche Feste. Heute befinden sich in den Räumen der Schönburg ein Hotel und ein Burgenmuseum. Neben den tollen Burgblicken ist tief unten im Rheintal erstmals auch Oberwesel zu sehen, das unter der Bezeichnung „Stadt der Türme“ firmiert und zu Zeiten der Rheinromantik überregionale Bedeutung erlangte.




























