Die Traumschleife führt an mehreren Wehrtürmen der Stadtmauer und an der Martinskirche vorbei
Wieder zurück auf der Traumschleife führt die Route an der Stadtmauer und dem vorgelagerten Schützengraben entlang. Es geht am Pulverturm, dem überaus sehenswerten Kuhhirtenturm und an den beiden Michelfeldtürmen vorbei. Schließlich wird die um 1350 erbaute Martinskirche passiert, deren Turm Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Im Anschluss daran führt die Traumschleife ein kurzes Stück sanft ansteigend an der K92 entlang, um dann mit einem schmalen Pfad scharf links abzweigend in das mit alten Gärten durchsetzte Michelfeld hinein zu steigen. Schließlich führt ein breiter Fahrweg zum Aussichtspunkt „Auf dem Kackstuhl“ hinauf. Von der Anhöhe hat man einen herrlichen Blick ins Rheintal und auf die Rheininseln Jungferngrund und Tauber Werth.
Über Wiesengelände und durch Waldparzellen gelangen die Wanderer zum Aussichtspunkt Guckshöll
Ständig bergan wandernd geht es hinauf zur Hardthöhe. Mit einem kurzen Abstecher besuchen die Wanderer den im bewaldeten Hang liegenden jüdischen Friedhof, dessen ältestes Grabmal aus dem Jahre 1718 stammt. Die letzte Beisetzung fand 1942 statt. Nach einem weiteren Kilometer gelangen wir, vorbei an einer Riesenschaukel, zur Gastwirtschaft „Rheingoldschänke“. Hier kann Einkehr gehalten werden. Bei oftmals pfadigem Verlauf laufen die Wanderer durch Wiesengelände und kleine Waldparzellen zum Aussichtspunkt „Guckshöll“ hinüber, der erregende Tiefblicke ins Niederbachtal möglich macht. Die Martinskirche, der Katzen- und Ochsenturm in Oberwesel und natürlich Vater Rhein sind von hier aus in der Ferne ebenfalls zu sehen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Damscheider Wanderparkplatz. Hier endet eine kurzweilige Traumschleifenrunde im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Wer die zwölf Kilometer lange Traumschleife Schwede-Bure-Tour mit all ihren Facetten erwandert und anschließend Revue passieren lässt, wird zu der Erkenntnis gelangen, dass es sich ohne Zweifel um eine Premiumroute handelt. Der ständige Wechsel, hier das natürliche Erleben herrlicher Ausblicke, einer in großen Teilen pfadigen Routenführung und der Ansicht bizarrer Schieferformationen und dort das Betrachten und Betreten historischer Stätten und Bauwerke sorgt für einen Wandergenuss der seinesgleichen sucht und ausgesprochen selten angetroffen wird. Da die Begehung der mittelalterlichen Stadtmauer von Oberwesel leider nicht zum Routenverlauf der Traumschleife gehört, darf dieser erregende Tourabschnitt nicht in die Bewertung der Traumschleife einfließen. Trotzdem werden in den Kategorien Landschaft und Erlebnis von Profirouten satte vier von fünf möglichen Sternen vergeben. Das Deutsche Wanderinstitut hat die Schwede-Bure-Tour im Jahre 2022 zertifiziert und 72 Erlebnispunkte vergeben. Die Beschilderung ist gut sichtbar und nahezu unverlaufbar angebracht. Rast- und Ruhemöglichkeiten werden unterwegs in ausreichender Zahl angeboten.
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