Im bewaldeten Rheinhang werden der Schwede-Bure (Schwedenborn) und die Kalvarienberg-Kapelle angelaufen
Ausgesprochen imposant läuft die Traumschleife vom Landsknecht-Blick auf erdigen Pfaden durch den mit Niedergehölzen durchsetzten steil abfallenden Rheinhang. Die Wanderer gelangen zum Schwede-Bure (Schwedenborn), wie man den wildromantischen Ort im Volksmund nennt und dem die Traumschleife ihren Namen verdankt. Es handelt sich dabei um eine Felsnische, die heute mit einer Ruhebank versehen ist. In der kleinen Höhle, die auch über eine Quelle verfügt, suchten im 30jährigen Krieg die Einwohner von Oberwesel Schutz vor marodierenden schwedischen Truppen. Zu späteren Zeiten diente die Felsnische als Treffpunkt für Liebende, die Schutz vor neugierigen Blicken suchten. Vom Schwede-Bure führt der Pfad zur Kalvarienberg-Kapelle hinüber. Sie wurde im Jahre 1845 errichtet und war in früherer Zeit das Ziel von Prozessionen. Mit dem links neben der Tür angebrachten Seil können Besucher eine Glocke ertonen lassen, die in ganz Oberwesel zu hören ist. Ein schöner Kreuzweg mit frisch renovierten Stationen führt nun ständig bergab.
Außerhalb der Routenführung kann in Oberwesel die begehbare Stadtmauer erwandert werden.
Wenig später nutzen wir die Möglichkeit, mit einem von der Route rechts abzweigend Pfad die Stadt der Türme näher in Augenschein zu nehmen. Über innerstädtische Straßen gelangen wir in den Stadtkern von Oberwesel. Auf dem Schaarplatz bewundern die Wanderer das historische Rathaus. Hier befindet sich neben der Tourist-Info auch der eigentliche Startpunkt der Traumschleife Schwede-Bure-Tour. Wir entschließen uns, abweichend von der Route, einen Teil des Stadtmauerrundwegs zu erwandern und steigen dazu mit einer steilen Treppe auf die Mauerkrone der mittelalterlichen Stadtbefestigung hinauf. Die mit Geländern versehene breite Mauer kann treppauf und treppab begangen und ein Wehrturm bestiegen werden. Dabei fällt der Blick ständig auf den breiten Rheinstrom und weit voraus auf die Rebenhänge im Oberweseler Rheinbogen. Die Stadtmauer war im Mittelalter mehr als zwei Kilometer lang. Je nach Gelände betrug ihre Höhe zwischen 8 und 16 Metern. Von den in die Mauer integrierten 22 Türmen sind bis zum heutigen Tage noch 16 erhalten geblieben.




























