Von der aussichtsreichen Winnerather Höhe genießen wir die herrlichen Hocheifel-Panoramen
Im weiteren Verlauf führt uns der Hocheifel-Panorama-Weg von der Hürsnück talwärts wandernd und nahezu geradeaus in den Eifelort Winnerath. Die schmucke St. Apollinaris-Kapelle in der Dorfmitte ist leider verschlossen. Das geschützte sakrale Baudenkmal aus dem Jahre 1666 soll über einen sehenswerten Barockaltar verfügen. Über die Kapellenstraße verlassen wir Winnerath, marschieren in einem lang gezogenen Rechtsbogen an einem Wildgehege entlang und erfreuen uns auch in diesem Teilabschnitt schöner Fernblicke. Eine kleine Waldparzelle wird durchschritten, um erneut in Offenland hinaus zu treten. Anfangs auf geteertem Grund, wenig später auf geschotterten Wegen geht es über die aussichtsreiche Winnerather Höhe. Hier weist die Beschilderung leichte Mängel auf! An zwei Kreuzungen fehlen die Wegezeichen. So folgen wir der alten Wanderregel „Im Zweifel immer geradeaus“, was sich auch in diesen Fällen als richtig erweist.
Der kurze Abstecher über einen Felsengrat zur Hahnensteiner Mühle sollte unternommen werden
Schließlich taucht die Route in den Wald ein. Breite Forstwege führen in mehreren Windungen talwärts in Richtung Insul. An einer kleinen Waldkapelle vollzieht die ausgeschilderte Route des Panoramaweges einen scharfen Linksschwenk. Wir hingegen wandern geradeaus und überschreiten mit einem schmalen Pfad den nach rechts und links steil abfallenden felsigen Grat. Die kurz darauf anzutreffende Ruhebank mit einem schönen Ausblick auf Insul nutzen wir zu einer letzten Wanderrast. Dann folgt ein felsiger Abstieg auf den Lückenbacher Weg. Wir überqueren die Insuler Hauptstraße und unternehmen noch einen Abstecher zur historischen Hahnensteiner Mühle. Sie war im Mittelalter die bedeutendste unter den 15 Mühlen des kurkölnischen Amtes Nürburg. Entlang des Mühlengewässers gelangen die Wanderer zur Behelfsbrücke über die Ahr, die nach der Flutkatastrophe 2021 errichtet wurde. Hier trifft die schöne Wanderung über den Hocheifel-Panorama-Weg auf die Routenführung des AhrSteigs.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Der fünfzehn Kilometer lange Hocheifel-Panorama-Weg in der Erlebnisregion Nürburgring von Adenau nach Insul macht seiner Bezeichnung alle Ehre. Unzählige grandiose Hocheifel-Panoramen und Fernsichten bis hin zum weit entfernten Siebengebirge sorgen unterwegs für ständige Kurzweil. Die Durchwanderung des Naturschutzgebietes Hürsnück mit seiner heideähnlichen Vegetation wird jeden Eifelfan begeistern. Auch der idyllische Aufstieg durch das Leimbachtal zur Reifferscheider Höhe sollte bei der Aufzählung der Höhepunkte Erwähnung finden. Die Route ist auch in umgekehrter Richtung ausgeschildert. Am Zielort Insul besteht täglich nahezu in stündlichen Abständen ÖPNV-Anschluss um nach Adenau zurückzukehren. Fahrplanauskunft ist unter www.vrminfo.de zu erfragen. Rast- und Ruheplätze entlang der Route sind nicht gerade häufig anzutreffen. Die Beschilderung ist ausreichend, weist jedoch im Bereich der Winnerather Höhe leichte Mängel auf.
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