Die Wied entspringt bei Linden und mündet nach 102 Flusskilometern bei Neuwied-Irlich in den Rhein
Vom Gräbersbergturm wandern wir mit der Beschilderung des Wiedweges, diesmal auf der Routenführung der 1. Etappe in Richtung Linden. Nach einem scharfen Linksknick wird der Gehlerter Bach mittels einer Furt gequert. Es geht pfadig an einer Freiflächenphotovoltaikanlage entlang. Unterhalb der Erhebung "Großer Weißenstein" führt uns der Wiedweg in den Wald und an der Lochumer Schutzhütte vorbei. Schließlich geht es über Wiesenflächen und Weideland zur Wiedquelle hinüber, die am Ortsrand von Linden anzutreffen ist. Unterhalb einer ausladenden Buche tritt hier die Wied auf einer Seehöhe von 464 über NN als kleines Rinnsal zu Tage. Der junge Fluss speist den Dreifelder Weiher der Westerwälder Seenplatte, fließt durch den Naturpark Rhein-Westerwald, um dann nach 102 Flusskilometern bei Neuwied-Irlich in den Rhein zu münden. Die an der Wiedquelle anzutreffende Sitzgruppe nutzen wir zu einer kurzen Trinkpause.
Die Wiedwegrunde führt am Dreifelder Weiher entlang, dem größten Gewässer der Westerwälder Seenplatte
Wir verlassen die Wiedquelle, überschreiten die L303 und wandern durch Weideland zum Waldrand hinüber. Es geht an der südlichen Ortsrandbebauung von Linden vorbei. Dabei treffen die Wanderer auf die junge Wied, der nun eine ganze Weile zu folgen ist. Überaus imposant und idyllisch geht es mit einem schmalen Uferpfad durch einen wilden Auenwald direkt am Gewässer entlang. Über eine steinerne Furt wird schließlich die Wied überschritten, um kurz darauf nach Dreifelden zu gelangen. Der Wiedweg führt durch den Ort und quert die Wied über eine Holzbrücke zum zweiten Mal. Hier besteht die Möglichkeit den Dreifelder Weiher, der von der Wied durchflossen wird, in Augenschein zu nehmen. Der Dreifelder Weiher ist mit einer Wasserfläche von 123 ha das größte Gewässer der Westerwälder Seenplatte. Leider hat man den Weiher zwecks Ausbesserungsarbeiten am Staudamm zurzeit leer laufen lassen (Stand Mai 2026), sodass sich nur eine verlandete Teichfläche zeigt. Allerdings ist man gerade dabei, das trocken gefallene Gewässer wieder anzustauen. Breite Uferwege und zum Schluss der Runde wieder pfadiges Geläuf führen uns zurück zum Ausgangspunkt dieser schönen Wiedwegrunde im oberen Wiedtal.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Wer das obere Wiedtal mit all seinen bemerkenswerten Facetten erkunden will und eine Rundwanderung den Streckenwanderungen über die 1. und 2. Etappe des Wiedweges vorzieht, der sollte sich die von Profirouten zusammengefügte 19 Kilometer lange Wiedwegrunde vornehmen. Die Tour verfügt über einen in großen Teilen pfadigen Verlauf und bindet die Highlights der beiden ersten Teilabschnitte des 117 Kilometer langen Wiedweges in den Streckenverlauf mit ein. Den kurzen Abstecher zur Burgruine Steinebach und den Stichweg zum Gräbersbergturm mit seinen grandiosen Weitblicken sollte man sich dabei nicht entgehen lassen. So ist die abwechslungsreiche Runde in den Kategorien Landschaft und Erlebnis durchaus im Vier-Sterne-Premiumbereich einzuordnen. In den Teilabschnitten des Wiedweges ist die Beschilderung der Wiedwegrunde ausreichend und gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl entlang der Wegstrecke vorhanden.
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