Auf abgeschiedenen Waldpfaden durch den vorderen Hunsrück
Die acht Kilometer lange Traumschleife Josefsblick erweist sich als eine Rundwanderung in Premiumqualität, führt sie doch über windungsreiche Wald- und Uferpfade durch zwei wildromantische Bachtäler und bietet noch dazu herrliche Ausblicke über den vorderen Hunsrück bei Dommershausen. Hinzu gesellt sich eine beeindruckende, nahezu vollkommene Abgeschiedenheit, die sich besonders im canonartigen Lützbachtal ausgesprochen wohltuend bemerkbar macht. Absolute Highlights der kurzen Runde sind der Aussichtspunkt Josefsblick und die Durchwanderung der gigantischen Felsenarena. Das Routenprofil umfasst breite naturbelassene Feld- und Forstwege und in einem nicht unerheblichen Maße auch schmale, erdige Waldpfade.
Gleich zu Beginn wird der Wanderer mit herrlichen Ausblicken über den vorderen Hunsrück verwöhnt
Wir beginnen die Traumschleifentour auf dem Wanderparkplatz an der L205. Er liegt rechts der Asphaltpiste zwischen den Ortschaften Eveshausen und Dommershausen. Vom Eingangsportal der Taumschleife führt uns die Beschilderung an aussichtsreichen Waldrändern entlang. Links der Route zeigt sich vom breiten Wanderweg Dommershausen, während der Blick weit voraus in den Hunsrück schweift. Allein die unzähligen Windkraftanlagen, die am Horizont zu sehen sind, stören nachhaltig die Idylle der beeindruckenden Mittelgebirgslandschaft. Nach etwa 400 Metern gelangen die Wanderer zum so genannten „Tripelpunkt“. Wir entscheiden uns für die vom Betreiber vorgegebene Laufrichtung, wenden uns daher nach rechts und erkunden die Traumschleife entgegen des Uhrzeigersinns. Die Route taucht in den Wald ein. Auf breiten, anfangs geschotterten und wenig später naturbelassenen Forstwegen geht es durch den lichten Sommerwald.
Absoluter Höhepunkt der Traumschleifenrunde ist der namensgebende Panoramapunkt Josefsblick
Schließlich vollzieht die Traumschleife einen scharfen Rechtsknick. Vom breiten Forstweg abzweigend führt ein Waldpfad zum Aussichtspunkt Josefsblick hinüber. Hier hat man, neben einer Waldliege, ein metallenes Podest installiert, das über die Abbruchkante der Hunsrückhöhen hinausragt und somit einen traumhaften Blick ins Lützbachtal ermöglicht. Auf der gegenüber liegenden Anhöhe und weit voraus ist der Hunsrückort Lieg zu sehen. An diesem bemerkenswerten Panoramapunkt halten wir eine erste ausgiebige Wanderrast, um die grandiosen Tiefblicke ausgiebig zu genießen. Vom Josefsblick geht es sodann auf schmalen, windungsreichen Waldpfaden bergab in Lützbachtal. In diesem abenteuerlich anmutenden Teilabschnitt ist ein wenig Trittsicherheit gefragt, da Wurzeln und plattiges Schiefergestein oftmals in den schmalen Pfad hinein ragen. Der wurzelige Steig mündet wenig später in einen breiten Waldweg ein, der nach einem spitzen Linksschwenk weiterhin talwärts dem Lützbach zustrebt.
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