Die historische Brunnenstube von 1869 ist ein weiteres Highlight in der Traumschleife Marienberg
Aus dem Mittelbachtal aufsteigend gelangen die Wanderer an den nördlichen Rand des Bopparder Ortsteils Buchenau. Entlang der Bebauung geht es pfadig zum Aussichtspunkt „Pützblick“ hinauf, der herrliche Weitblicke möglich macht. Über die dicht bewaldeten Rheinberge schweift hier der Blick bis ins Rheintal, in dem sich ein kleiner Teil der Stadt Boppard zeigt. Dahinter im Rheinbogen ragen die steilen Weinlagen der Bopparder Hamm auf. Im weiteren Verlauf führt die Traumschleife oberhalb von Buchenau in stetigem Wechsel mal auf breiten Forstwegen, dann wieder auf erdigen Pfaden recht kurzweilig durch den sattgrünen Forst. Dabei wird die Brunnenstube aus dem Jahre 1869 angelaufen. Hierbei handelt es sich um eine Trinkwasserquelle die der Stadtförster Friedrich Wilhelm Delaforgue in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts anlegen ließ, um das nahe gelegene Forsthaus mit Wasser zu versorgen. Zur Sicherung des Brunnens ließ er aus Bruchsteinen das heute noch sichtbare bogenförmige „Schutzdach“ errichten.
Im steilen Rheinhang sind die Feindlichen Brüder zu sehen, die Burgen Sterrenberg und Liebenstein
Kurze Zeit später verlässt die Traumschleife den Wald und tritt erneut in Wiesengelände hinaus. Nach einem scharfen Linksknick geht es mit einem fein geschotterten Weg im Naturschutzgebiet „Hintere Dick“ sanft bergab. Rechts der Route ragen abgestorbene Obstbäume in den Himmel. Vorbei an ihrem dürren Geäst schweift der Blick hinauf zum Aussichtsturm Fünfseenblick, der am Horizont auf der Hochlei über den Baumwipfeln aufragend zu sehen ist. Die Wanderer überschreiten wenig später die Asphaltpiste der K118, um sodann auf der Anhöhe Eisenbolz einem breiten Fahrweg über das Plateau der Rheinberge zu folgen. Ein kurzer Abstecher führt uns zum Aussichtspunkt Kaufmann’s Ruh. Tief unten im Rheintal zeigt sich am gegenüber liegenden Ufer der Wallfahrtsort Kamp-Bornhofen. Darüber im steilen Berghang sind die Feindlichen Brüder zu sehen, die Burgen Sterrenberg und Liebenstein.



























