In Jahrtausenden hat sich der Bruder-Michel-Bach in den harten Hunsrückschiefer hinein gesägt
Zum Talschluss hin verengt sich der Canon immer mehr. In Jahrtausenden hat sich der Bruder-Michel-Bach in den harten Hunsrückschiefer hinein geschnitten, diese einzigartige Schlucht geschaffen und im Uferbereich lotrecht aufragende Felswände zurück gelassen. Schließlich lockt ein rechts abzweigender kurzer Stichweg zur Schutzhütte „Klause“ um eine erste Wanderpause einzulegen. Die dort anzutreffende Infotafel weiß zu berichten, dass sich im Mittelalter an dieser Stelle eine Eremitenklause befand, in der ein gottesfürchtiger Einsiedler mit Namen Bruder Michel lebte, der kranken Mitmenschen mit Kräuterelixieren zu helfen wusste. Das Tal und den Bach hat man deshalb nach ihm benannt. Wieder zurück auf der Hauptroute wird kurz darauf der Bruder-Michel-Bach mit einem hölzernen Steg überschritten. Nach dieser 180° Wende steigt die Traumschleife in den steilen Hang hinein.
Die Traumschleife Marienberg führt im Mittelbachtal am munter plätschernden Gewässer entlang
Auf der Anhöhe schweift dann der Blick durch das frühsommerliche Geäst bis ins weit entfernte Rheintal, in dem sich der kalkweiße Turm der Kurfürstlichen Burg zu Boppard zeigt. Noch ein kurzes Stück läuft die Traumschleife auf erdigen Waldpfaden durch den lichten Buchenforst und bietet dabei einen schönen Weitblick über die Hunsrückberge. Schließlich führt uns die Route, aus dem Wald heraustretend, in Wiesengelände hinein. Naturbelassene Wege laufen aussichtsreich über die Freifläche und queren kurz darauf die L210 zum zweiten Mal. Auf einem Wiesenweg geht es ein kurzes Stück an der Asphaltpiste entlang, um dann nach links schwenkend mit einem schmalen Pfad ins Mittelbachtal hinab zu wandern. Nachdem der Mittelbach im Talgrund überschritten ist, geht es ausgesprochen idyllisch am munter plätschernden Gewässer entlang, dass immer wieder mit seinen kleinen wild schäumenden Wassersprüngen Aufmerksamkeit erregt.



























