In der Waldgemarkung „Am Rabenhorst“ treffen wir auf die Rekonstruktion eines keltischen Grabhügels
Bei weiterhin pfadigem Streckenverlauf gelangen die Wanderer in der Waldgemarkung „Am Rabenhorst“ zur Rekonstruktion eines keltischen Grabhügels aus der Späthallstatt- und frühen Latenezeit, etwa 450 Jahre v. Chr. Das freigelegte keltische Hügelgrab hatte einen Durchmesser von 21 Metern bei einer Höhe von 1,70 m. Bei umfangreichen Ausgrabungen wurden zwölf Gräber entdeckt. Acht der Grablegen enthielten reiche Beilagen aus Bronzeschmuck. Direkt neben dem Grabhügel nutzen wir eine Sitzgruppe zur Wanderrast. In einem weiten Linksbogen geht es danach mit schmalen Waldpfaden und über wurzelige Steige zum 325 Meter hohen Homburger Schlossberg hinüber.
Zum Schluss der Tour wird die sehenswerte Festung Hohenburg in Augenschein genommen
Auf dem Schlossberg treffen die Wanderer auf die Festung Hohenburg. Bis zum 15. Jahrhundert war die Hohenburg der Sitz der Grafen von Homburg. Die danach residierenden Grafen von Nassau-Saarbrücken ließen das Gemäuer zu einem Renaissance-Schloss und anschließend zu einer Festung ausbauen. Im Jahre 1679 eroberten die Franzosen unter Ludwig XIV. die Hohenburg. Der Festungsbaumeister Sebastien Le Prestre de Vauban erweiterte die Festung bevor sie 1714 endgültig geschleift wurde. Heute sind die Reste des riesigen Festungsbauwerkes vollumfänglich begehbar. Neben den unterirdischen Gängen, Kasematten, Wehrgängen und befestigten Wallanlagen sind die grandiosen Tiefblicke auf die Stadt Homburg überaus erwähnenswerte Highlights des ehemaligen Burggeländes. An der Festung Hohenburg, die nach dem französischen Baumeister Prestre de Vauban auch als Vauban-Festung bezeichnet wird, beenden wird die ausgesprochen schöne 6. Etappe des Bliessteigs.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Überaus kurzweilig und abwechslungsreich zeigt sich die 13 Kilometer lange 6. Etappe des Bliessteigs von Schwarzenacker nach Homburg. Allein der sehr pfadige Routenverlauf berechtigt die Einordnung im Premiumsegment von Profirouten. So wird das idyllische Pfänderbachtal durchwandert und im Mittelteil der Strecke an bizarren Buntsandsteinformationen entlang marschiert. Der waldreiche Verlauf und die Abgeschiedenheit der Tour werden jeden Wanderer begeistern. Das Römermuseum mit dem angegliederten Skulpturenpark gleich zu Beginn des 6. Teilabschnitts, das keltische Hügelgrab und die Festung Hohenburg sorgen für herausragende kulturhistorische Höhepunkte. Vier Sterne in den Kategorien Landschaft und Erlebnis scheinen daher eine zutreffende Bewertung der Streckenwanderung zu sein. Die Wegezeichen sind gut sichtbar und nahezu unverlaufbar angebracht. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind unterwegs in ausreichender Zahl vorhanden.
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