GPX:

Werbung endet in 10 Sekunden

Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 371 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 454 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Eifel
Art: Streckenwanderung
Kilometer: 15
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Über karge, eifeltypische Höhenzüge mit grandiosen Weitsichten

Der fünfzehn Kilometer lange Hocheifel-Panorama-Weg läuft über die aussichtsreichen Höhenzüge der Hocheifel und verbindet die Prädikats-Weitwanderwege Eifelleiter und AhrSteig miteinander. Herausragende Highlights der Route sind ohne Zweifel die traumhaften Weitblicke über die karge Landschaft der Hocheifel, die besonders im Bereich der Hürsnück sichtbar und erlebbar wird. Das abwechslungsreiche Streckenprofil umfasst in erster Linie breite Wald- und Wiesenwege. Kurze asphaltierte Teilabschnitte außerhalb der Ortschaften werden ebenfalls begangen. Schmale, erdige Waldpfade sind leider nur in kurzen Passagen anzutreffen. Abweichend von der ausgeschilderten Route haben wir daher beim Abstieg nach Insul einen felsigen Grat beschritten und den Zielort Insul, vorbei an der Hahnensteiner Mühle, betreten. Die Gesamtroute verlängert sich dadurch um knapp 800 Meter.


Der Formel-1-Bolide "Silberpfeil" auf einem Straßenkreisel in Adenau

In Adenau hat man auf einem Straßenkreisel den Formel-1-Boliden „Silberpfeil“ platziert

Wir beginnen die Wanderung über den Hocheifel-Panorama-Weg auf dem historischen Marktplatz in Adenau. Mehrere, zumindest an Werktagen kostenpflichtige Parkplätze stehen hier zur Verfügung. Gleich zu Beginn der Tour bewundern wir die gut erhaltene Fachwerkarchitektur im schön gestalteten Rund des Adenauer Marktes. Die Beschilderung des Panoramaweges führt uns durch die Hauptstraße in Richtung Leimbach. Auf einem Straßenkreisel hat man den legendären „Silberpfeil“ positioniert, der in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts das Renngeschehen der Formel 1 auf dem Nürburgring beherrschte. Mit der sanft ansteigenden Blankenheimer Straße verlassen wir Adenau. Am Wanderparkplatz Hüstert führt uns der Panoramaweg in den Wald. Ein breiter Forstweg mit der Bezeichnung Naturpfad Eulenweg läuft durch die Flanke der 411 Meter hohen Hüstert. Schließlich zweigt ein schmaler Pfad rechts vom Weg ab und fällt in das Tal des Leimbaches hinein.


Durch das Leimbachtal steigt der Hocheifel-Panorama-Weg zur Reifferscheider Höhe hinauf

Im Talgrund, an der Einmündung von Honerather- und Eichelbach in den Leimbach, treffen die Wanderer auf mehrere Fischteiche. Die Route führt an einem der Gewässer vorbei und wendet sich dann scharf nach rechts. Der Eichelbach und gleich darauf auch der Leimbach werden überschritten. Auf einem fein geschotterten Weg wird zum Umschlag- und Wertstoffzentrum Leimbach hinüber marschiert. Am dort anzutreffenden schön gestalteten Marienbildstock vollzieht der Panoramaweg einen scharfen Linksschwenk und läuft in das Leimbachtal hinein. Ein breiter Weg führt sanft ansteigend durch das beschauliche Bachtal. Der stetige Wechsel zwischen Waldparzellen und Freiflächen sorgt dabei für Kurzweil. Gleich zweimal wird der Leimbach überquert, bevor es ausgesprochen steil und windungsreich zur Reifferscheider Höhe hinauf geht. Die Wanderer betreten Reifferscheid über die Waldstraße, um den Eifelort schon wenig später mit dem Lückenbachweg wieder zu verlassen.


Von der Hürsnück ist am Horizont der Aremberg zu sehen

Von der aussichtsreichen Hürsnück sind die Hohe Acht, die Nürburg und der Aremberg zu sehen

Vom asphaltierten Lückenbachweg eröffnen sich erste herrliche Fernblicke über die Hocheifel, die durch Vulkantätigkeiten im Tertiär-Zeitalter vor 45 Millionen Jahren geformt wurde. Noch eine kurze Weile folgen wir dem geteerten Wirtschaftsweg, bevor die Route auf naturnahen Feld- und Wiesenwegen in die freie Feldflur hinaus läuft. Infolge der lang anhaltenden Trockenperiode des Hochsommers 2026 überwiegen die Gelb- und Brauntöne in der Landschaft, die nur durch die sattgrünen Farben der Buschgruppen und Waldsäume eine willkommene Auflockerung erfahren. Bei mehreren Richtungswechseln steigt der Panoramaweg hinauf zur 530 Meter hohen Hürsnück. Hier hat man die seltenen Heide- und Magergraslandschaften mit besonderen Lebensräumen für Flora und Fauna unter Naturschutz gestellt. Als „Nücke“ werden in der Eifel karge, landschaftprägende Erhebungen bezeichnet, die meist mit Wacholdersträuchern und Bergkiefern bewachsen sind. Neben dem beeindruckenden heideähnlichen Landschaftsbild bieten sich von der Hürsnück grandiose Fernblicke auf die Höhenzüge der Hocheifel. So sind am Horizont die Hohe Acht, mit 747 Metern der höchste Berg der Eifel, die Nürburg und die lang gestreckte Silhouette des Aremberges zu sehen. Zurückblickend zeigt sich auf einer Anhöhe der Eifelort Reifferscheid.


Von der aussichtsreichen Winnerather Höhe genießen wir die herrlichen Hocheifel-Panoramen

Im weiteren Verlauf führt uns der Hocheifel-Panorama-Weg von der Hürsnück talwärts wandernd und nahezu geradeaus in den Eifelort Winnerath. Die schmucke St. Apollinaris-Kapelle in der Dorfmitte ist leider verschlossen. Das geschützte sakrale Baudenkmal aus dem Jahre 1666 soll über einen sehenswerten Barockaltar verfügen. Über die Kapellenstraße verlassen wir Winnerath, marschieren in einem lang gezogenen Rechtsbogen an einem  Wildgehege entlang und erfreuen uns auch in diesem Teilabschnitt schöner Fernblicke. Eine kleine Waldparzelle wird durchschritten, um erneut in Offenland hinaus zu treten. Anfangs auf geteertem Grund, wenig später auf geschotterten Wegen geht es über die aussichtsreiche Winnerather Höhe. Hier weist die Beschilderung leichte Mängel auf! An zwei Kreuzungen fehlen die Wegezeichen. So folgen wir der alten Wanderregel „Im Zweifel immer geradeaus“, was sich auch in diesen Fällen als richtig erweist.


Herrliche Fernblicke über die Hocheifel von der Winnerather Höhe

Der kurze Abstecher über einen Felsengrat zur Hahnensteiner Mühle sollte unternommen werden

Schließlich taucht die Route in den Wald ein. Breite Forstwege führen in mehreren Windungen talwärts in Richtung Insul. An einer kleinen Waldkapelle vollzieht die ausgeschilderte Route des Panoramaweges einen scharfen Linksschwenk. Wir hingegen wandern geradeaus und überschreiten mit einem schmalen Pfad den nach rechts und links steil abfallenden felsigen Grat. Die kurz darauf anzutreffende Ruhebank mit einem schönen Ausblick auf Insul nutzen wir zu einer letzten Wanderrast. Dann folgt ein felsiger Abstieg auf den Lückenbacher Weg. Wir überqueren die Insuler Hauptstraße und unternehmen noch einen Abstecher zur historischen Hahnensteiner Mühle. Sie war im Mittelalter die bedeutendste unter den 15 Mühlen des kurkölnischen Amtes Nürburg. Entlang des Mühlengewässers gelangen die Wanderer zur Behelfsbrücke über die Ahr, die nach der Flutkatastrophe 2021 errichtet wurde. Hier trifft die schöne Wanderung über den Hocheifel-Panorama-Weg auf die Routenführung des AhrSteigs.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Der fünfzehn Kilometer lange Hocheifel-Panorama-Weg in der Erlebnisregion Nürburgring von Adenau nach Insul macht seiner Bezeichnung alle Ehre. Unzählige grandiose Hocheifel-Panoramen und Fernsichten bis hin zum weit entfernten Siebengebirge sorgen unterwegs für ständige Kurzweil. Die Durchwanderung des Naturschutzgebietes Hürsnück mit seiner heideähnlichen Vegetation wird jeden Eifelfan begeistern. Auch der idyllische Aufstieg durch das Leimbachtal zur Reifferscheider Höhe sollte bei der Aufzählung der Höhepunkte Erwähnung finden. Die Route ist auch in umgekehrter Richtung ausgeschildert. Am Zielort Insul besteht täglich nahezu in stündlichen Abständen ÖPNV-Anschluss um nach Adenau zurückzukehren. Fahrplanauskunft ist unter www.vrminfo.de zu erfragen. Rast- und Ruheplätze entlang der Route sind nicht gerade häufig anzutreffen. Die Beschilderung ist ausreichend, weist jedoch im Bereich der Winnerather Höhe leichte Mängel auf.

In der Nähe:

Drucken