Der Bergische Panoramasteig führt über den Vorsperrendamm der 227 ha großen Wuppertalsperre
In einem weiten Rechtsbogen führt uns der Panoramasteig durch das Tal des Hohsiepenbaches zur Wupper-Vorsperre hinunter, um dann eine ganze Weile auf einem breiten Fahrweg an der Vorperre entlang zu laufen. Die Wupper-Vorsperre wird von der Wupper und dem Wiehbach gespeist und dient dazu, die Wasserspiegelhöhe der sich anschließenden Wuppertalsperre im Bereich der Zuläufe auf einem konstanten Niveau zu halten. Das Fassungsvermögen der Wuppertalsperre beträgt 26 Mio. m³, die zum Hochwasserschutz aufgestaut und als Niedrigwassererhöhung verwendet werden können. Mit Hilfe einer Turbine wird zudem noch elektrische Energie erzeugt. Die Wanderer überschreiten den Vorsperrendamm und folgen der Beschilderung des Panoramasteigs am südlichen Seitenarm der Talsperre entlang. Kleine Waldparzellen werden durchschritten und von den zu erwandernden Freiflächen fällt immer wieder ein Blick auf die 227 ha große Talsperre, die sich im Städtedreieck Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen ausbreitet.
In halber Hanglage führt der Panoramasteig auf schmalen Pfaden an der Wuppertalsperre entlang
Nachdem wir das Gehöft Karrenstein passiert haben, geht es in halber Hanglage auf schmalen Pfaden und durch Niedergehölze am Talsperrengewässer entlang, dass im Talgrund jetzt ständig zu sehen ist. Auch in diesem Teil des Bergischen Landes hat der Borkenkäfer die Nadelgehölze befallen. So ragen abgestorbene Fichtenbestände in den Himmel und verleihen der Landschaft einen wilden Charakter. Schließlich gelangen wir talwärts wandernd zur aufgestauten Vorsperre des Wiehbaches. Mehrere Ruhebänke laden auf dem natürlichen Stauwerk zur Rast ein. Nach der Wanderpause folgen die Wanderer dem Wiehbach bachaufwärts. Das kleine Gewässer war im Mittelalter die Grenze zwischen Radevormwald und Hückeswagen. Reste alter Landwehren belegen heute noch die historische Grenzziehung. Auf dem Weg nach Radevormwald führt die Route an der Ortschaft Ispingrade vorbei, bevor der Panoramasteig in die „Stadt auf der Höhe“, wie Radevormwald gerne von den Bewohnern genannt wird, einmündet und die schöne Streckenwanderung im Stadtzentrum beendet wird.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die 24 Kilometer messende 4. Etappe des Bergischen Panoramasteigs von Wermelskirchen-Dhünn nach Radevormwald besticht durch ihren Abwechslungsreichtum und die enorm hohe Anzahl pfadiger Teilabschnitte. Immer wieder eröffnen sich auf der Streckenwanderung grandiose Fernblicke in das hügelige Oberbergische Land mit seiner aufgelockerten Mittelgebirgslandschaft. Herausragende Highlights der Tour sind die Durchwanderung des abgeschiedenen Tals der Kleinen Dhünn und der Vorbeimarsch an der Wuppertalsperre. Den kurzen Abstecher in die historische Altstadt von Hückeswagen darf man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. In kurzen Teilabschnitten muss die Route allerdings dringend frei geschnitten und von umgestürztem Geäst befreit werden. Die Beschilderung ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Überprüfung. So wird Premiumqualität im Vier-Sterne-Bereich in den Kategorien Landschaft und Erlebnis nur knapp erreicht. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden.
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