Hinter der Ortschaft Münchwies führt der Bliessteig windungsreich durch eine urwaldähnliche Vegetation
Vom Höcherberg läuft der Bliessteig auf naturbelassenen Forstwegen nahezu geradeaus durch den Wald. Eine ganze Reihe von örtlichen Rundwanderwegen mit urigen Bezeichnungen wie „Spitzbubenweg“, „Grubenweg Höchen“ und „Hartfüßlerweg“ begleiten uns auf dem Weg nach Münchwies. An der Reha-Klinik vollzieht die Route einen scharfen Linksschwenk, um kurz darauf die Ortschaft Münchwies am Dorfrand zu streifen. Am Friedhof weist ein Holzschild darauf hin, dass sich im Jahre 1815 an dieser Stelle der Grenzverlauf zwischen Preußen und dem Königreich Bayern befand. Nach dem Überschreiten der L116 führt uns der Bliessteig erneut in den Wald. In stetigem Wechsel werden jetzt schmale Pfade und breite Forstwege begangen. Rechts und links der Route zeigt sich oftmals eine üppige, urwaldähnliche Vegetation, die auch von Totholzresten durchsetzt ist. Mehrere kleine Bachläufe, die infolge der sommerlichen Hitzewellen leider nahezu trocken gefallen sind, werden dabei überquert.
Zum Schluss der Tour wird am idyllisch gelegenen Oberbexbacher Weiher vorbei marschiert
Schließlich gelangen die Wanderer zum Karlsbrunnen. Er wurde im Jahre 1934 vom Oberbexbacher Bergmann Karl Schiestel in der heute sichtbaren Form gefasst. Aus einem Metallrohr fließt das frische Quellwasser in einen steinernen Trog, um dann als Karlsbrunnerbach dem Bexbach zuzustreben. Erdige Waldpfade führen sodann zur bewirtschafteten Steinberg-Hütte hinüber. Hier wird Rast gehalten, um gut gestärkt den Hollerbrunnen anzulaufen. Die Quelle tritt unterhalb eines Baumstammes zu Tage und speist den Rolschbach. Im nun folgenden letzten Drittel der Tour führt der Bliessteig durch aufgelassenes Grubengelände des Saarbergbaus. Ehemalige Schachtanlagen mit den Bezeichnungen Hangard 1 und Weiherwald liegen links und rechts etwas abseits der Strecke. Ein Umspannwerk und das Kraftwerk Bexbach werden passiert. Abschließendes Highlight ist der Vorbeimarsch am idyllisch gelegenen Oberbexbacher Weiher. Über die Süßhübelstraße gelangen wir nach Bexbach und durch eine Parkanlage zum Kulturbahnhof. Hier endet die schöne 9. Etappe über den Bliessteig.
Fazit und abschließende Bemerkungen:
Die 9. und letzte Etappe des Bliessteigs von Höchen nach Bexbach führt auf schmalen Pfaden und breiten Forstwegen nahezu ausschließlich durch waldreiches Gelände. Wer also die Waldeinsamkeit sucht, wird von der beeindruckenden Abgeschiedenheit begeistert sein. Mehrere kleine Bachquerungen sorgen dabei für Kurzweil, sofern die Bäche Wasser führen. Absolutes Highlight der neunten Etappe ist ohne Zweifel die Besteigung des Höcherbergturmes, der traumhafte Weitblicke über die Saarpfalz bis hin zu den Vogesen möglich macht. Ganz zum Schluss der 12 Kilometer langen Streckenwanderung sorgt der idyllisch gelegene Oberbexbacher Weiher für einen letzten herausragenden Höhepunkt. Mit dem Höcherberghaus und der Steinberg-Hütte werden zwei bewirtschaftete Wanderhütten angelaufen. Die Wegezeichen sind auch im letzten Teilabschnitt des Weitwanderweges gut sichtbar angebracht. Rast- und Ruheplätze sind unterwegs in ausreichender Zahl vorhanden.

Weitere Bliessteig-Etappen
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