Die Heilig-Kreuz-Kapelle hoch über Blieskastel ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte
Das Kloster Blieskastel „Auf dem Han“, eine ehemalige Abtei der Franziskaner-Minoriten ist immer noch eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer. Die im Jahre 1682 errichtete Heilig-Kreuz-Kapelle ist Bestandteil der klösterlichen Anlage. In ihr ist die Pieta „Unsere liebe Frau mit den Pfeilen“ anzutreffen, die der Anlass für die Pilgerfahrten zum Kloster Blieskastel ist. Der sich an die sakralen Anlagen anschließende Klostergarten, mit den schön gestalteten Figuren des Bildhauers Karl Riemann, die besondere Ereignisse im Leben des Franz von Assisi darstellen und der benachbarte jüdische Friedhof sind überaus sehenswert. Breite befestigte Wege und schmale Pfade laufen sodann in stetigem Wechsel über Freiflächen und durch kleine Waldparzellen. Die Route des Bliessteigs führt an der bewirtschaften Gollensteinhütte vorbei, die von mittwochs bis sonntags geöffnet ist.
Der Gollenstein, das Wahrzeichen der Barockstadt Blieskastel, ist der größte Menhir Mitteleuropas
Wenig später tritt der Fernwanderweg aus dem Wald heraus und führt ein kurzes Stück auf asphaltiertem Grund über eine weitläufige Hochfläche zum Gollenstein hinüber. Der knapp sieben Meter hohe Menhir ist das Wahrzeichen von Blieskastel. Er wurde vor etwa 5000 Jahren zum Ende der Jungsteinzeit errichtet und geht wohl auf einen prähistorischen Ahnenkult zurück. Der Monolith aus Buntsandstein gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Die zu seinen Füßen eingerichtete Sitzgruppe nutzen wir für eine kurze Wanderpause. Anschließend folgen die Wanderer der Beschilderung des Weitwanderweges talwärts nach Lautzkirchen. Die Ortschaft wird durchmessen, um ausgangs der Bebauung über das Totenköpfchen in das Pferchtal hinein zu wandern. Im Naturschutzgebiet Kirkeler Bachtal treffen wir auf die ersten bizarren Buntsandsteinformationen, die bisweilen rechts der Route aufragen.






















