Wegezeichen:
GPX:

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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 431 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 431 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Moseltal
Art: Rundwanderung
Kilometer: 15
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Aussichtsreiche Runde hoch über der Leiwen-Trittenheimer Moselschleife

Der knapp fünfzehn Wanderkilometer messende Moselsteig-Seitensprung Moselachter verbindet, ausgehend vom Startpunkt Zummetshöhe, zwei abwechslungsreiche jeweils sieben Kilometer lange Rundwanderwege in Form einer stilisierten "8" zu einer erregenden Wanderung in Premiumqualität. Während die anfangs zu durchwandernde Sonnenbergrunde meist auf breiten, manchmal etwas eintönigen Waldwegen durch den lichten Forst führt, läuft die Kronenbergrunde auf aussichtsreichen Weinbergwegen ausgesprochen kurzweilig entlang der steil abfallenden Moselhöhen und auch darüber hinweg. Neben den traumhaften Flusspanoramen gefallen dabei im zweiten Teil des Moselachters die pfadigen Teilabschnitte in besonderem Maße. Wer den Abstecher zu der begehbaren Schieferhöhle unternimmt, durchsteigt beim Bergaufmarsch zur Konstantinhöhe noch dazu einen nahezu alpinen Felsenpfad mit einer etwas kniffligen Kletterstelle. Auch die schönen Blicke ins Tal der Kleinen Dhron, ganz zum Schluss der Route, sollen hier Erwähnung finden.


Blick vom Startpunkt Zummethöhe auf die Leiwen-Trittenheimer Moselschleife

Von der Zummethöhe genießen wir das gigantische Moselpanorama auf die Trittenheimer Moselschleife

Wir beginnen die Wanderung auf dem Wanderparkplatz auf der Zummethöhe. Hier wird kostenloser Parkraum zumindest an Wochentagen in ausreichender Zahl bereit gehalten. Das sich von der Zummethöhe bietende gigantisches Moselpanorama beeindruckt über alle Maßen. Tief unten im breiten Flusstal vollzieht die Mosel eine enge Schleife und fließt dabei an den Weinorten Leiwen und Trittenheim vorbei. Der fantastische Ausblick wurde bei einer Online-Abstimmung des Deutschen Weininstituts im Jahre 2016 verdientermaßen mit dem Prädikat "Schönste Weinsicht im Weinanbaugebiet Mosel" ausgezeichnet. Nachdem wir den herrlichen Moselschleifenblick eine Weile genossen haben, entscheiden wir uns als erstes für die Begehung der Sonnenbergrunde, die bezüglich des Erlebniswertes der sich daran anschließenden Kronenbergrunde etwas nachsteht. So wandern wir über den asphaltierten Grund des Tannenweges an der Pension Rauchfang vorbei in den Herbstwald hinein. Wenig später verjüngt sich die breite Fahrstraße zu einem erdigen Waldpfad, der mit der Hauptroute des Moselsteigs in Richtung Südwesten sanft bergan führt.


Der Aussichtspunkt "Moselkino" ist das absolute Highlight der sieben Kilometer messenden Sonnenbergrunde

Im weiteren Verlauf geht es mit der Sonnenbergrunde an der Hangkante der Moselhöhen entlang. Zwischen dem bereits entlaubten Geäst zeigen sich immer wieder die Mosel und der Weinort Leiwen. In diesem Teilabschnitt beeindrucken die mächtigen, beiderseits der Route aufragenden Douglasien. An einer Wegekreuzung vollzieht der Moselachter einen scharfen Rechtsknick und führt sanft abwärts an einem Damwildgehege entlang. Schließlich gelangen die Wanderer zum Aussichtspunkt "Moselkino". Mehrere Waldliegen und Ruhebänke bieten sich hier zur Wanderrast an, um die fulminanten Ausblicke ins Moseltal und auf Leiwen zu genießen. Die dort anzutreffende "Schlossbergbar" soll wohl den Wanderer mit regionalen Moselweinen verwöhnen. Leider war die Bar leer getrunken, bzw. nicht gefüllt. Am Aussichtspunkt Moselkino verlässt der Seitensprung den Fernwanderweg Moselsteig, vollzieht einen scharfen Linksschwenk und führt auf breiten, manchmal etwas eintönigen Waldwegen vorbei am Ferienpark Sonnenberg und der Marienkapelle Bildchen zur Zummethöhe zurück. Hier endet nach sieben Wanderkilometern der erste Teil der stilisierten "8" des Moselachters.


Erregendes Moseltalpanorama von der Kronenbergrunde auf den Weinort Trittenheim

Die Kronenbergrunde des Moselachters führt auf schmalen, felsigen exponierten Pfaden durch den steilen Moselhang.

Im zweiten Teil des Moselsteig-Seitensprungs Moselachter gilt es die erlebnisreiche Kronenbergrunde zu erwandern. Von der Zummethöhe führt uns die Beschilderung moselabwärts in die Weinberge hinein. Die Route verläuft auf einem breiten Wingertsweg höhengleich durch die Weingärten. Ständig fällt dabei ein traumhafter Blick zur linken Seite hin ins Moseltal, auf die Moselschleife und den Weinort Trittenheim. Schließlich verlässt der Moselachter den breiten Weinbergweg und steigt mit einem schmalen Pfad und über holprige Trittstufen in den rechtseitigen Steilhang. Windungsreich geht es jetzt bergan. Mit Seilsicherungen versehene Abschnitte helfen über knifflige Stellen hinweg. Im steilen Moselhang ragen Felsen auf und das gefallene Herbstlaub lässt die Routenführung kaum erkennen. Noch einmal geht es bergab. Wir treten aus dem Wald heraus und wandern auf einem grasigen Pfad ebenen Fußes in halber Hanglage durch Offenland und Weinberge. Erneut glänzt die Route mit grandiosen Tiefblicken ins Moseltal.


Ein kurzer, lohnenswerter Abstecher von der Hauptroute führt uns zur begehbaren Schieferhöhle

Der kurze und erholsame Teilabschnitt währt allerdings nicht lange. Erneut steigt der Moselsteig-Seitensprung in den steilen Hang hinein. Auch hier hat man Trittstufen zur Hilfestellung in das Schiefergestein der Moselberge eingebracht. Schließlich gelangen die Wanderer zu einem wichtigen Scheitelpunkt der Wanderung: Entweder man steigt scharf rechts schwenkend mit der Beschilderung des Moselachters auf dem kürzesten Weg zur Konstantinhöhe hinauf, oder man folgt der geradeaus beschilderten Wegführung zur begehbaren Schieferhöhle. Da wir die Schieferhöhle näher in Augenschein nehmen möchten, wählen wir die zweite Alternative. Der geradeaus laufende Abstecher fällt im Steilhang erheblich ab und führt uns zu dem aufgegebenen Schieferstollen. Bis zu einer Tiefe von knapp zwanzig Metern ist die Höhle mit einer Taschenlampe begehbar. In den zurückliegenden Jahrhunderten wurde hier wohl Schiefer abgebaut. Die vor dem aufgegebenen Schieferstollen anzutreffenden Ruhebänke nutzen wir zu einer kurzen Trinkpause.


Der Abstecher zur begehbaren Schieferhöhle erweist sich als überaus lohnenswert

Im letzten Tourabschnitt schweift der Blick ins herbstbunte Tal der Kleinen Dhron und auf die Breitwiesmühle

Nachdem die Wanderer die imposante Schieferhöhle hinter sich gelassen haben, steigt die Route mit einem nahezu alpinen Felsenpfad erneut in den Steilhang hinein. Einem Hinweisschild ist zu entnehmen, dass in diesem Teilabschnitt Trittsicherheit erforderlich ist. So ist in der Tat eine etwas knifflige "Kletterstelle" zu überwinden, bevor man sich auf der Konstantinhöhe an den traumhaften Moseltalblicken erfreuen kann. Im weiteren Verlauf kehrt der Moselsteig-Seitensprung dem Moseltal den Rücken und läuft anfangs sanft ansteigend auf eine ausgedehnte, landwirtschaftlich genutzte Hochfläche hinaus. Breite Wege bestimmen hier das Streckenprofil. Der Moselachter führt am Hof Kron vorbei, der leider entlang der Wegstrecke mit einem unschönen Bestand von vor sich hin rostenden, uralten Gerätschaften aufwartet. Allerdings soll im Reiterstübchen eine Einkehr möglich sein. Im letzten Tourabschnitt geht es dann wieder auf breiten Forstwegen an einer aussichtsreichen Hangkante entlang. Zur linken Seite hin fällt der Blick ins herbstbunte Tal der Kleinen Dhron und auf die ehemalige Breitwiesmühle, bevor die schöne Kronenbergrunde auf dem Wanderparkplatz der Zummethöhe beendet wird.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Nicht nur vom Streckenverlauf, sondern auch vom Erlebniswert her ist der knapp fünfzehn Kilometer lange Moselsteig-Seitensprung Moselachter zweigeteilt zu beurteilen. Während die anfangs zu erwandernde Sonnenbergrunde relativ eintönig auf breiten Forstwegen durch den Wald führt und lediglich mit dem Aussichtspunkt Moselkino über einen herausragenden Höhepunkt verfügt, sorgt die sich daran anschließende Kronenbergrunde für die im Endeffekt zu bescheinigende Premiumqualität der Gesamtroute. Die traumhaften Ausblicke ins Moseltal, mehrere pfadige, teilweise exponierte Wegverläufe und eine begehbare Schieferhöhle in der Kronenbergrunde des Moselachters sind ohne Zweifel im 4-Sterne-Segment von Profirouten einzuordnen. Überaus negativ fällt allerdings der Vorbeimarsch an der "Müllhalde" des Reiterhofes Kron ins Gewicht. Hier sollte dringend vom Betreiber der Rundwanderung für Abhilfe gesorgt werden. Der Moselsteig-Seitensprung ist nahezu unverlaufbar ausgeschildert und verfügt über eine ausreichende Zahl an Rast- und Ruheplätzen.

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