Wegezeichen:
GPX:

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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 349 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 252 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Saarland-Saargau
Art: Streckenwanderung
Kilometer: 13
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Durch das idyllische Pfänderbachtal zur Festung Hohenburg

Die 13 Kilometer lange 6. Etappe des Bliessteigs von Schwarzenacker nach Homburg führt durch das idyllische Pfänderbachtal und zeigt sich ausgesprochen waldreich. Schmale, erdige Waldpfade und naturbelassene Forstwege bestimmen das abwechslungsreiche Streckenprofil. Ein kurzer asphaltierter Abschnitt ist lediglich im Bereich des Berghofes Einöd anzutreffen. Auch auf der 6. Etappe des Weitwanderweges wird an bizarren Buntsandsteinformationen vorbei marschiert. Mehrere schöne Ausblicke ins Bliestal und zum Schluss der Streckenwanderung auf den Zielort Homburg bereichern die Route, die gleich zu Beginn mit der Durchwanderung eines Skulpturenparks, der Abgeschiedenheit des Pfänderbachtales, einem Hügelgrab aus der Hallstattzeit und der finalen Besichtigung der Festung Hohenburg weitere beeindruckende Höhepunkte aufweist.


Das Ausgrabungsgelände des Römermuseums in Schwarzenacker

Das Römermuseum in Schwarzenacker ist ein sehenswertes archäologisches Freilichtmuseum

Wir starten in die 6. Etappe des Bliessteigs am Römermuseum in Schwarzenacker. Auf dem dortigen Parkplatz an der B423 - Homburger Straße -steht zumindest an Wochentagen ausreichender Parkraum zur Verfügung. Beim Römermuseum handelt es sich um ein sehenswertes archäologisches Freilichtmuseum. Neben dem Ausgrabungsgelände aus der Zeit des römischen Kaisers Augustus verfügt das Museum über ein barockes Ausstellungsgebäude, das so genannte Edelhaus. Eine barocke Gartenanlage, die mit der teilweise ausgegrabenen, unter Kaiser Augustus gegründeten und von den Alemannen um das Jahr 275 zerstörten kleinstädtischen Siedlung eine Einheit bildet, kann ebenfalls besichtigt werden. Der Bliessteig führt an der imposanten Anlage vorbei und erlaubt den Wanderern einen interessanten Einblick in die römische Zeit und die damalige Bauweise.


Das idyllische und tief eingeschluchtete Pfänderbachtal wird auf schmalen Pfaden durchwandert

Gleich hinter dem eingefriedeten Gelände des Römermuseums führt der Weitwanderweg mit einem fein geschotterten Weg durch einen Skulpturenpark. Das bemerkenswerteste Artefakt in dem weitläufigen Areal ist die „Glasarche 3“. Ein gläserner Kahn ruht in einer geschnitzten Hand aus Eichenholz, die die fragile Glaskonstruktion stützt und hält. Die Künstler wollen mit dem formschönen Kunstwerk darstellen, dass die Natur zerbrechlich ist und sie den Menschen entgleitet, wenn sie nicht gehalten wird. Den Skulpturenpark hinter uns lassend geht es in das Naturschutzgebiet Pfänderbachtal hinein. Sogleich zeigt sich die Routenführung pfadig und ausgesprochen idyllisch. Der Pfänderbach ist ein kurzer Zufluss zur Blies, der bei Schwarzenacker einmündet. Die anschließende Durchwanderung des tief eingeschluchteten wildromantischen Tälchens über die schmalen Uferpfade zählt ohne Zweifel zu den Highlights auf dem 6. Teilabschnitt des Bliessteigs. Eine im Mittelteil anzulaufende Kneippanlage nutzen wir zu einer ersten Wanderrast.


Kleines "Felsentor" in der Flanke des 351 Meter hohen Roßbergs

Im mittleren Teilabschnitt sind rechts und links der Route Buntsandsteinfelsen zu bewundern

Ausgangs des Pfänderbachtales wird aus dem Forst heraustretend das Wiesen- und Weideland des Berghofes Einöd teilweise auf asphaltiertem Grund durchwandert. Dabei fällt ein schöner Blick auf die Ortschaft Schwarzenbach tief unten im Bliestal. Wieder im Wald geht es an einem Biotopgewässer vorbei und kurz darauf mit einer Linkskehre durch einen imposanten Hohlweg. Im weiteren Verlauf tauchen rechts des schmalen Waldpfades in der sanft abfallenden Flanke des 351 Meter hohen Roßbergs eine ganze Reihe von bizarren Buntsandsteinfelsen auf. Sogar ein kleines „Felsentor“ wird dabei durchschritten. Darüber hinaus zeigt sich eine wilde und urwüchsige Natur. Dichte Moospolster bedecken die Felsformationen, hohe Farnstauden ragen rechts und links der Route auf und lianenähnliche Efeuranken hängen bisweilen von den Bäumen herab. In der Nähe der Ortschaft Kirrberg wird der Lambsbach überschritten und wenig später die L213 gequert. Der Lambsbach ist ein linksseitiges Fliesgewässer der Blies, das im pfälzischen Lambsborn entspringt und nach 15 Bachkilometern wie der Pfänderbach bei Schwarzenacker einmündet.


In der Waldgemarkung „Am Rabenhorst“ treffen wir auf die Rekonstruktion eines keltischen Grabhügels

Bei weiterhin pfadigem Streckenverlauf gelangen die Wanderer in der Waldgemarkung „Am Rabenhorst“ zur Rekonstruktion eines keltischen Grabhügels aus der Späthallstatt- und frühen Latenezeit, etwa 450 Jahre v. Chr. Das freigelegte keltische Hügelgrab hatte einen Durchmesser von 21 Metern bei einer Höhe von 1,70 m. Bei umfangreichen Ausgrabungen wurden zwölf Gräber entdeckt. Acht der Grablegen enthielten reiche Beilagen aus Bronzeschmuck. Direkt neben dem Grabhügel nutzen wir eine Sitzgruppe zur Wanderrast. In einem weiten Linksbogen geht es danach mit schmalen Waldpfaden und über wurzelige Steige zum 325 Meter hohen Homburger Schlossberg hinüber.


In den unterirdischen Gängen der Festung Hohenburg

Zum Schluss der Tour wird die sehenswerte Festung Hohenburg in Augenschein genommen

Auf dem Schlossberg treffen die Wanderer auf die Festung Hohenburg. Bis zum 15. Jahrhundert war die Hohenburg der Sitz der Grafen von Homburg. Die danach residierenden Grafen von Nassau-Saarbrücken ließen das Gemäuer zu einem Renaissance-Schloss und anschließend zu einer Festung ausbauen. Im Jahre 1679 eroberten die Franzosen unter Ludwig XIV. die Hohenburg. Der Festungsbaumeister Sebastien Le Prestre de Vauban erweiterte die Festung bevor sie 1714 endgültig geschleift wurde. Heute sind die Reste des riesigen Festungsbauwerkes vollumfänglich begehbar. Neben den unterirdischen Gängen, Kasematten, Wehrgängen und befestigten Wallanlagen sind die grandiosen Tiefblicke auf die Stadt Homburg überaus erwähnenswerte Highlights des ehemaligen Burggeländes. An der Festung Hohenburg, die nach dem französischen Baumeister Prestre de Vauban auch als Vauban-Festung bezeichnet wird, beenden wird die ausgesprochen schöne 6. Etappe des Bliessteigs.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Überaus kurzweilig und abwechslungsreich zeigt sich die 13 Kilometer lange 6. Etappe des Bliessteigs von Schwarzenacker nach Homburg. Allein der sehr pfadige Routenverlauf berechtigt die Einordnung im Premiumsegment von Profirouten. So wird das idyllische Pfänderbachtal durchwandert und im Mittelteil der Strecke an bizarren Buntsandsteinformationen entlang marschiert. Der waldreiche Verlauf und die Abgeschiedenheit der Tour werden jeden Wanderer begeistern. Das Römermuseum mit dem angegliederten Skulpturenpark gleich zu Beginn des 6. Teilabschnitts, das keltische Hügelgrab und die Festung Hohenburg sorgen für herausragende kulturhistorische Höhepunkte. Vier Sterne in den Kategorien Landschaft und Erlebnis scheinen daher eine zutreffende Bewertung der Streckenwanderung zu sein. Die Wegezeichen sind gut sichtbar und nahezu unverlaufbar angebracht. Rast- und Ruhemöglichkeiten sind unterwegs in ausreichender Zahl vorhanden.

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