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Höhe (min): Meter
Höhe (max): Meter
Gesamtabstieg: Meter
Gesamtanstieg: Meter
Gesamtanstieg: 690 Höhenmeter
Gesamtabstieg: 519 Höhenmeter
Anfahrt planen:
Region: Bergisches Land
Art: Streckenwanderung
Kilometer: 24
Schwierigkeit:
Kondition:
Landschaft:
Erlebnis:
Beste Jahreszeit: März, April, Mai, Juni, Juli, Aug., Sept., Okt.

Aus dem Tal der Kleinen Dhünn in die Stadt auf der Höhe

In einer großen Schleife führt der Bergische Panoramasteig auf einer Länge von 244 Kilometern in zwölf Etappen durch eine der abwechslungsreichsten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands, den Naturpark Bergisches Land. Der Weitwanderweg fällt in die Täler von Agger und Wupper hinein, läuft an mehreren Talsperren vorbei, steift durch beeindruckende Mischwälder und führt über aussichtsreiche Höhenzüge hinweg. Die Gesamtroute wurde vom Deutschen Wanderinstitut als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert. Die nachfolgend beschriebene 24 Kilometer lange 4. Etappe des Bergischen Panoramasteigs beginnt in Wermelskirchen-Dhünn und führt ausgesprochen pfadig durch das hügelige Oberbergische Land über Hückeswagen bis nach Radevormwald. Dabei läuft die Route durch abgeschiedene Tallagen und im letzten Drittel der Streckenwanderung an der Wuppertalsperre entlang.


Mit einem hölzernen Steg wird die Kleine Dhünn überschritten

Der Bergische Panoramasteig führt durch das idyllische Tal der Kleinen Dhünn

Wir beginnen die Streckenwanderung im kleinen Örtchen Dhünn, einem Vorort der Stadt Wermelskirchen. Außerhalb von Dhünn treffen die Wanderer auf dem Gelände der Fa. Scandic und direkt an der L409 auf die Routenführung des Bergischen Panoramasteigs. Gleich zu Beginn führt uns die Beschilderung sanft ansteigend in den Wald. Der anfangs noch breite Forstweg verjüngt sich alsbald zu einem schmalen Pfad. Zwei winzige Rinnsale und die Kleine Dhünn werden gequert, bevor die Wanderer in den Weiler Staelsmühle gelangen. Hier vollzieht die Route einen Rechtsknick und läuft an Fischteichen vorbei in das idyllische Tal der Kleinen Dhünn hinein. Das munter plätschernde Gewässer ist ein Quellarm der Dhünn, das bei dem Gehhöft Dörpfelderhöhe entspringt und nach acht Fließkilometern in die Vorsperre der Großen Dhünntalsperre einmündet. Im weiteren Verlauf passieren die Wanderer die ehemalige Knochenmühle, deren historische Mühlengemäuer im Jahre 1894 einem Brand zum Opfer fielen. Der Schacht in dem sich dereinst das Mühlrad drehte ist heute noch einsehbar.


Von der Hochfläche bei Strucksfeld genießen wir grandiose Fernblicke in das Oberbergische Land

Noch eine ganze Weile folgt der Panoramasteig auf erdigen Uferpfaden dem Lauf der Kleinen Dhünn entgegen der Fließrichtung und streift dabei das Naturschutzgebiet Stödterbachtal an seiner westlichen Grenze. Schließlich geht es aus dem Dhünnbachtal zur aussichtsreichen Hochfläche bei Strucksfeld hinauf Eine Sitzgruppe am Wegrand nutzen wir zu einer ersten Wanderrast und genießen dabei grandiose Fernblicke ins Oberbergische Land mit seinen zerstückelten Waldparzellen und ausgedehnten Weideflächen. Im Anschluss an die Trinkpause wird das Dorf Strucksfeld durchwandert. Hinter der Bebauung führt uns der Panoramasteig in Weideland hinein. Zwischen den kurz darauf anzulaufenden Gehöften Kurzfeld und Dörpfeld ist die pfadige Route ziemlich zugewachsen und sollte dringend frei geschnitten werden. Erneut taucht der Panoramasteig in den Wald ein und durchmisst im Naturschutzgebiet Purderbachtal eine wilde Rodungsfläche. Durch Borkenkäferbefall abgestorbene Fichtenbestände ragen auf und in den schmalen Pfad hineingefallenes Geäst muss umgangen oder überstiegen werden.


In der sehenswerten historischen Altstadt von Hückeswagen mit der Paulskirche

Ein kurzer Abstecher in die historische Altstadt von Hückeswagen erweist sich als überaus reizvoll

Durch das waldreiche Naturschutzgebiet Mohrsbachtal führt uns der Bergische Panoramaweg nach Hückeswagen. Vorbei am Schwanenteich unternehmen wir einen kurzen Abstecher in den sehenswerten historischen Ortskern, der auf einem Bergsporn inmitten der ehemaligen Tuchweberstadt anzutreffen ist. Im Mittelalter gehörte Hückeswagen zum Herzogtum Berg, nach dem das Bergische Land benannt ist. Nicht nur das Schloss Hückeswagen und die Pauluskirche sondern auch die prächtigen, vollkommen verschieferten Bürgerhäuser in der Marktstraße begeistern die Wanderer in besonderem Maße. Mit der Hauptroute des Bergischen Panoramasteigs verlassen wir die bemerkenswerte Kleinstadt über die Lindenbergstraße und folgen der pfadigen Streckenführung durch Niederwald auf eine Freifläche hinaus. Zurückblickend ist dabei noch einmal die Stadtrandbebauung von Hückeswagen zu sehen.


Der Bergische Panoramasteig führt über den Vorsperrendamm der 227 ha großen Wuppertalsperre

In einem weiten Rechtsbogen führt uns der Panoramasteig durch das Tal des Hohsiepenbaches zur Wupper-Vorsperre hinunter, um dann eine ganze Weile auf einem breiten Fahrweg an der Vorperre entlang zu laufen. Die Wupper-Vorsperre wird von der Wupper und dem Wiehbach gespeist und dient dazu, die Wasserspiegelhöhe der sich anschließenden Wuppertalsperre im Bereich der Zuläufe auf einem konstanten Niveau zu halten. Das Fassungsvermögen der Wuppertalsperre beträgt 26 Mio. m³, die zum Hochwasserschutz aufgestaut und als Niedrigwassererhöhung verwendet werden können. Mit Hilfe einer Turbine wird zudem noch elektrische Energie erzeugt. Die Wanderer überschreiten den Vorsperrendamm und folgen der Beschilderung des Panoramasteigs am südlichen Seitenarm der Talsperre entlang. Kleine Waldparzellen werden durchschritten und von den zu erwandernden Freiflächen fällt immer wieder ein Blick auf die 227 ha große Talsperre, die sich im Städtedreieck Remscheid, Radevormwald und Hückeswagen ausbreitet.


Auf dem Bergischen Panoramasteig am Wupper-Vorsperrendamm

In halber Hanglage führt der Panoramasteig auf schmalen Pfaden an der Wuppertalsperre entlang

Nachdem wir das Gehöft Karrenstein passiert haben, geht es in halber Hanglage auf schmalen Pfaden und durch Niedergehölze am Talsperrengewässer entlang, dass im Talgrund jetzt ständig zu sehen ist. Auch in diesem Teil des Bergischen Landes hat der Borkenkäfer die Nadelgehölze befallen. So ragen abgestorbene Fichtenbestände in den Himmel und verleihen der Landschaft einen wilden Charakter. Schließlich gelangen wir talwärts wandernd zur aufgestauten Vorsperre des Wiehbaches. Mehrere Ruhebänke laden auf dem natürlichen Stauwerk zur Rast ein. Nach der Wanderpause folgen die Wanderer dem Wiehbach bachaufwärts. Das kleine Gewässer war im Mittelalter die Grenze zwischen Radevormwald und Hückeswagen. Reste alter Landwehren belegen heute noch die historische Grenzziehung. Auf dem Weg nach Radevormwald führt die Route an der Ortschaft Ispingrade vorbei, bevor der Panoramasteig in die „Stadt auf der Höhe“, wie Radevormwald gerne von den Bewohnern genannt wird, einmündet und die schöne Streckenwanderung im Stadtzentrum beendet wird.

Fazit und abschließende Bemerkungen:

Die 24 Kilometer messende 4. Etappe des Bergischen Panoramasteigs von Wermelskirchen-Dhünn nach Radevormwald besticht durch ihren Abwechslungsreichtum und die enorm hohe Anzahl pfadiger Teilabschnitte. Immer wieder eröffnen sich auf der Streckenwanderung grandiose Fernblicke in das hügelige Oberbergische Land mit seiner aufgelockerten Mittelgebirgslandschaft. Herausragende Highlights der Tour sind die Durchwanderung des abgeschiedenen Tals der Kleinen Dhünn und der Vorbeimarsch an der Wuppertalsperre. Den kurzen Abstecher in die historische Altstadt von Hückeswagen darf man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. In kurzen Teilabschnitten muss die Route allerdings dringend frei geschnitten und von umgestürztem Geäst befreit werden. Die Beschilderung ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Überprüfung. So wird Premiumqualität im Vier-Sterne-Bereich in den Kategorien Landschaft und Erlebnis nur knapp erreicht. Rast- und Ruheplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden. 

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